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Christian Schopper
Dr. med., Oberarzt Psychiatrische Universitätsklinik Zürich /
Anthroposophische Medizin, Zürich

Geboren 1959 in West-Berlin. Studium der Medizin in Tübingen. Begegnung mit der Anthroposophie. Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Er war Oberarzt in der Neurologischen Klinik, Universitätsspital Zürich, Leitung der Abteilung für Kopfweh und Schmerz und der Sprechstunde für Schädelhirnverletzte. Seit 1999 Oberarzt in der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich. Sein Fokus liegt im Bereich der Forschung und Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung. Ausgedehnte Vortrags- und Lehrtätigkeit – seit einigen Jahren Vorlesungen über Anthroposophische Medizin an der Universität Zürich.

Die erschöpfte Seele:
Zwischen Depression und Seeleninfarkt – zum medizinischen Verständnis des Burnout-Syndroms
Der Umgang mit den Lebenskräften, mit Anforderungen, Abgrenzung und Überforderung ist ein zentrales Thema praktisch in allen Berufssparten heute. Überstiegene Erwartungen, hoher Kostendruck und unrealistische Effizienzerwartungen an die Mitarbeiter führen zu massiv gesteigerter Arbeitsbelastung. Zuerst akute, dann chronische Erschöpfung der Lebenskräfte, Versiegen des inneren Stromes, mangelnde Abgrenzungsfähigkeit und das Versagen der Selbst- und Fremdwahrnehmung im Hinblick auf schädigende und auszehrende Faktoren bilden eine Kaskade, an dessen Ende häufig im Rahmen des Burnout-Syndroms ein psychischer und physischer Zusammenbruch erfolgt.
Am Burnout-Forum werden Ergebnisse der Burnout-Forschung dargestellt im Hinblick auf Prävention und Behandlung, zum andern wird vorgestellt, wie wir zu einem tieferen Schutz unserer Seele und insbesondere unserer Lebenskräfte im Hinblick auf die heutigen Anforderungen gelangen können.
Die Themen der Workshops
Seelenerschöpfung: Zur Prophylaxe und Prävention
In dem Workshop wollen wir uns mit dem Phänomen der seelischen Erschöpfung, das in extenso zum schweren Burnout-Syndrom führen kann, eingehender beschäftigen. Dies soll einerseits anhand praktischer Beispielen erfolgen, andererseits werden Prävention und Prophylaxe an praktischen Übungen vorgestellt, wie Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seinen bahnbrechenden Arbeiten zur Nervosität und seinen seelenhygienischen Übungen angeregt hat - als der STRESS Begriff noch gar nicht entwickelt war. Unerlässlich zur Prävention und Prophylaxe des Burnout-Syndroms ist ein handhabbarer Begriff des «Lebenskräfteleibes» und eine umsetzbare Handhabung und Schutz der Lebenskräfte, insbesondere auch die Schulung des Lebenssinnes. Der Workshop wird fortschreitend gehalten, kann jedoch auch separat besucht werden. |
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